Lebenslauf für die Lehre – So überzeugst du ohne Berufserfahrung
Der Lebenslauf für eine Lehrstelle ist oft das erste Dokument, das ein Ausbilder in die Hand nimmt. Er vermittelt den wichtigsten ersten Eindruck von dir. Doch was schreibt man in einen Lebenslauf, wenn man gerade erst aus der Schule kommt und noch keine Berufserfahrung hat?
Keine Sorge: Ausbildungsbetriebe wissen, dass du am Anfang deines Berufslebens stehst. Deshalb liegt der Fokus hier auf anderen Dingen: deiner Schulbildung, deinen Stärken, Interessen und außerschulischen Aktivitäten.
Der Aufbau eines Lebenslaufs für die Lehre
Ein strukturierter (tabellarischer) Lebenslauf besteht aus folgenden Abschnitten:
1. Persönliche Daten
Name, Adresse, E-Mail (seriös!), Telefonnummer und Geburtsdatum. Das Foto wird meist oben rechts platziert.
2. Schulbildung
Liste deine besuchten Schulen auf, beginnend mit der aktuellsten/letzten Schule. Gib den Namen der Schule, den Zeitraum und den (voraussichtlichen) Abschluss an. Grundschule kann meist weggelassen werden.
3. Praktische Erfahrungen / Schnuppertage
Hast du bereits ein Praktikum oder Schnuppertage gemacht? Notiere Zeitraum, Unternehmen und deine wesentlichen Tätigkeiten. Dies ist ein Riesen-Pluspunkt!
4. Besondere Kenntnisse
Welche Sprachen sprichst du? Welche Computer-Programme beherrschst du? (z.B. Word, Excel, PowerPoint).
5. Interessen & Hobbys
Nenne 2-3 Hobbys, die positiv auf deine Persönlichkeit schließen lassen (z.B. Teamsport, Vereinsarbeit, handwerkliche Tätigkeiten).
6. Datum und Unterschrift
Ein Lebenslauf schließt immer mit dem aktuellen Datum und einer persönlichen Unterschrift ab.
Muster-Lebenslauf für eine Lehrstelle
Max Mustermann
Musterstraße 1, 1010 Wien
0676 / 123 45 67
max.mustermann@email.com
Geboren am 15.05.2009 in Wien
Schulbildung
09/2019 – 07/2023 | Mittelschule Mustergasse, Wien
09/2023 – laufend | Polytechnische Schule, Fachbereich Technik, Wien
Voraussichtlicher Abschluss: Juli 2024
Praktische Erfahrungen
Februar 2024 | Berufspraktische Tage (Schnupperlehre)
Elektro Musterfirma GmbH, Wien
Tätigkeiten: Begleitung auf Baustellen, Kennenlernen von Werkzeugen, Mithilfe bei einfachen Installationen
Besondere Kenntnisse
Sprachen: Deutsch (Muttersprache), Englisch (gutes Schulwissen)
EDV: MS Office (Word, PowerPoint) - sehr gut, ECDL-Führerschein
Interessen
Fußball (Mannschaftssport, zeigt Teamfähigkeit), Basteln an Mofas (handwerkliches Geschick)
Wien, 15. März 2026
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Die absoluten No-Gos im Lebenslauf
- Rechtschreibfehler: Lass den Lebenslauf unbedingt von Eltern oder Lehrern kontrollieren.
- Lügen: Erfinde keine Praktika oder Sprachkenntnisse ("perfektes Englisch" wird im Vorstellungsgespräch spätestens entlarvt).
- Unpassendes Foto: Ein Selfie aus dem Bad oder ein Partyfoto haben im Lebenslauf nichts zu suchen.
- Zuviel Text: Ein tabellarischer Lebenslauf muss übersichtlich in Stichworten formuliert sein.
Häufig gestellte Fragen
Ein Lebenslauf für eine Lehre beginnt meist mit den persönlichen Daten (Name, Kontakt). Danach folgt die Schulausbildung. Anschließend listest du besondere Kenntnisse auf (Sprachen, IT-Skills). Zum Schluss kommen Hobbys und Interessen, die im Idealfall zum Lehrberuf passen.
Ein Bewerbungsfoto ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, wird in Österreich aber nach wie vor sehr gerne gesehen. Es vermittelt einen ersten Eindruck. Verwende unbedingt ein professionelles Foto, kein Selfie oder Urlaubsfoto!
Als Schulabgänger erwartet niemand jahrelange Berufserfahrung von dir. Stattdessen sind Schnupperlehren, Ferialpraktika oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten (z.B. bei der Feuerwehr oder im Sportverein) sehr wichtig. Liste diese unter 'Praktische Erfahrungen' auf.
Nein, die Namen und Berufe der Eltern gehören heute nicht mehr in den Lebenslauf. Diese Information ist veraltet und nicht mehr zeitgemäß.
Gib Hobbys an, die positive Eigenschaften zeigen. Mannschaftssport zeigt Teamfähigkeit, Basteln/Modellbau zeigt handwerkliches Geschick (relevant für technische Berufe), Lesen zeugt von Konzentration. Vermeide passive Hobbys wie 'Fernsehen' oder 'Gamen'.