Zukunft nach der Lehre: Karriere, Meister & Studium
Summarize with ChatGPTDie Lehre ist in Österreich längst keine "Sackgasse" mehr, sondern vielmehr ein mächtiges Sprungbrett für deine Karriere. Egal ob du später dein eigenes Unternehmen gründen willst, ein Führungsteam in einem Konzern leiten möchtest, oder beschließt, doch noch zu studieren – nach dem Lehrabschluss stehen dir alle Türen offen.
Auf dieser Ratgeber-Seite zeigen wir dir die drei beliebtesten Wege für den beruflichen Aufstieg nach deiner Lehrabschlussprüfung (LAP).
Weg 1: Die Meisterprüfung oder Werkmeisterschule
Der absolute Klassiker im Handwerk und in der Technik ist die Weiterbildung zum Meister. Ein Meisterbrief gilt laut dem Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR Stufe 6) heute als gleichwertig mit einem Bachelor-Studium!
Vorteile der Meisterprüfung:
- Selbstständigkeit: Du darfst einen eigenen Betrieb aufbauen, Mitarbeiter führen und Lehrlinge ausbilden.
- Hohes Gehalt: Meister steigen im Kollektivvertrag massiv auf und übernehmen oft Baustellenleitungen oder Abteilungen in Industriebetrieben.
- Förderungen: Die Kosten für den Vorbereitungskurs (oft bei WIFI oder BFI) werden in Österreich stark gefördert.
Weg 2: Lehre mit Matura (Berufsreifeprüfung)
Früher hieß es: "Entweder arbeiten oder weiter in die Schule". Heute gibt es das Erfolgskonzept Lehre mit Matura. Du kannst bereits während deiner Lehrzeit, oder auch erst nach Abschluss deiner Lehre, kostenlose Kurse besuchen, um die Matura abzulegen.
Diese Berufsreifeprüfung (BRP) berechtigt dich zum Studium an jeder österreichischen Hochschule, Fachhochschule (FH) und Universität. Besonders beliebt nach technischen Lehren sind FH-Studiengänge in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik. Weitere Infos gibt es auch beim AMS.
Expertentipp: Viele Firmen lieben Bewerber, die eine Lehre mit Matura haben. Im Gegensatz zu reinen Schülern (z.B. von der AHS) hast du als Lehrabgänger nämlich bereits wertvolle praktische Berufserfahrung gesammelt!
Weg 3: Spezialisierungen & Führungskarriere im Konzern
Du willst weder studieren noch eine Meisterprüfung ablegen? Auch kein Problem. Große österreichische Konzerne (wie die ÖBB, Wiener Linien, OMV oder Voestalpine) haben riesige, interne Fortbildungsprogramme.
Du bleibst in deinem Beruf, absolvierst aber hochexklusive Spezialschulungen (z.B. für Robotik, KI, spezielle Schweißzertifikate oder High-Tech-Wartung). Solche Experten sind weltweit extrem gefragt.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung kannst du zum Schichtleiter, Montageleiter oder Filialleiter aufsteigen.
Bilde ich mich überhaupt noch weiter, wenn ich mein eigenes Geld verdiene?
Das ist der große psychologische Vorteil der Lehre: Da du bereits während der Ausbildung souverän dein eigenes Geld (Lehrlingsentschädigung) verdienst, bist du oft unabhängiger von deinen Eltern. Du kannst dir berufsbegleitende Fortbildungen selbst finanzieren oder wirst vom Staat gefördert. Der Übergang von der LAP zur nächsten Bildungsstufe fällt finanziell viel leichter als für reine Studenten.
Häufig gestellte Fragen
Ja! Mit der Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura) erlangst du die volle Studienberechtigung an allen Universitäten und Fachhochschulen in Österreich.
Die Meisterausbildung (z.B. am WIFI oder BFI) dauert meistens 1 bis 2 Jahre nebenberuflich. Oft gibt es großzügige Förderungen vom Staat (z.B. Meisterprämie).
Ein Meisterabschluss bringt dich sofort in eine höhere Gehaltsklasse. Im Handwerk oder der Industrie kannst du als Meister oft Gehälter erzielen, die vergleichbar mit jenen von Akademikern sind (häufig ab 3.500 bis über 5.000 Euro brutto).
Für reglementierte Gewerbe (wie Tischler, Installateur, Elektrotechniker) ist ein Befähigungsnachweis oder die Meisterprüfung zwingend erforderlich, um ein eigenes Unternehmen zu gründen.
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